Wie ihr euch gebt, so seid ihr…

…so ungefähr würde ich zusammenfassen, worüber ich heute in Ute Freverts: Bürgerinnen und Bürger und in Ulrike Döckers: Die Ordnung der bürgerlichen Welt gelesen habe. Im Grunde ging es darum, dass Ideen von Männlichkeit und Weiblichkeit an der Körperlichkeit der Menschen und ihrem Habitus festgemacht wurden zum Zwecke, eine, aus der Sicht der männlichen, weißen Bürger, funktionierende Gesellschaft zu bilden. Funktionieren hieß in diesem Zusammenhang die Sicherung des sozialen Status` der (männlichen und weiblichen) bügerlichen Schicht auf Kosten der Frauen, da sie nicht am allgemein proklamierten, postaufklärerischen Ideal der Individualisierung des Menschen teilhaben durften. Im Gegenteil: Es bedurfte zwingenderweise ihrer Unterwerfung unter den Mann, um das Gesellschaftssystem zu stabilisieren.Wahninn!!!

Immer, wenn mir Menschen begegnen, die mich fragen, wozu es sowas wie Emanzipation oder Feminismus oder gar Gender Studies braucht, weil doch alles so TuttiFrutti sei, denen würde ich so gerne einen langen Monolog halten über Rousseau, Fichte, Freud und die ganzen Konsorten und dann darauf hinweisen, dass das alles gerade mal fucking Hundert Jahre her ist und die Wirkmächtigkeit bügerlicher Wertvorstellungen sind in diesem Land nicht zu unterschätzen!

D.

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